Freischwinger: Der Stuhl ohne Beine

Der Freischwinger ist ein Klassiker der Möbelgeschichte, der  von Mart Stam entworfen wurde. Der holländische Architekt entwickelte erstmals in der Möbelgeschichte das Prinzip des freitragenden Stuhles, der nicht auf vier Beinen ruht.

 Freischwinger S 36
Freischwinger S 36 by Thonet

Die Geschichte des Freischwingers:  S 36 

Schon in den 20er Jahren hatten Hans Luckhardt und Anton Lorenz an so genannten Bewegungsstühlen experimentiert, deren bekanntestes Modell, der Krankensessel »Siesta« auch heute noch von Thonet produziert wird.

Der von dem Berliner Architekten Hans Luckhardt entworfene Freischwinger ging erstmals 1931 in Produktion und zeigt in seiner Form eine überraschende, elegante Verbindung der rationalen Haltung des Bauhauses mit der Vorwegnahme des dynamischen Stils der Stromlinienform. Seine prägnante Erscheinung verdankt der Freischwinger S 36 den körpergerecht durchgeformten Sitz- und Rückenflächen und dem Stahlrohrgestell, das in einer organisch fließenden Linie gebogen ist. Die sichelförmige Rückenlehne und der S-förmige Sitz mit einer gewölbten »Knie-Rolle« tragen zu der großen Bequemlichkeit dieses Freischwingers bei.

Mit dem Freischwinger S 36 gelang Luckhardt ein Entwurf, den er für die Möblierung von privaten Objekten ebenso einsetzte wie zur Präsentation des DESTA-Hauses auf der Deutschen Bauausstellung in Berlin 1931. Der vonLuckhardt entworfene Freischwinger ging erstmals 1931 in Produktion und zeigt in seiner Form eine überraschende, elegante Verbindung der rationalen Haltung des Bauhauses mit der Vorwegnahme des dynamischen Stils der Stromlinienform. Bei einem gemeinsamen Besuch dieser Ausstellung mit dem Architekten Eckart Muthesius wurde der Maharadscha in Indore auf den Stuhl aufmerksam: Für die Möblierung des Theater- und Ballsaals seines von Muthesius entworfenen Palastes Manik Bagh bestellte er spontan 150 Exemplare dieses Modells.

Der Freischwinger S 36 ging 1931 ursprünglich unter der Bezeichnung ST 14 bei dem Unternehmen DESTA (Deutsche Stahlrohrmöbel) in Produktion, einer Firma, die Anton Lorenz in Berlin gegründet hatte. Ausgestattet mit den Nutzungsrechten für den hinterbeinlosen freischwingenden Stahlrohrstuhl, die er von Mart Stam erworben hatte, verkaufte Lorenz DESTA 1932 an die Firma Thonet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der S 36 von 1985 bis 2000 in einer gepolsterten Variante produziert. Als Re-Edition wird er ab sofort in seiner ursprünglichen Form wieder hergestellt.



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